ENTSCHLEUNIGUNG DES ALLTAGS – STRESS UND HEKTIK ADE

ENTSCHLEUNIGUNG DES ALLTAGS – STRESS UND HEKTIK ADE

Heutzutage ist unser Leben sehr stark von Stress und Hektik geprägt. Wir rennen unseren beruflichen, sowie privaten Verpflichtungen hinterher und kommen kaum noch dazu uns einmal angemessen auszuruhen. So hangelt man sich von Wochenende zu Wochenende und von Urlaub zu Urlaub.

Zurzeit ist überall von Entschleunigung des Alltags, Symplify your Life, Downshiftig und anderen wohlklingenden Begrifflichkeiten zu hören. Oft entsteht dabei der Eindruck, als bräuchte man nur ein bisschen langsamer und entspannter in den Tag zu gehen und schon würde sich das Leben ändern und alles ganz leicht sein.

Auch in meinem Buch „Spirituell auf deine Weise“ geht es letztlich darum, mit mehr Bewusstheit, Achtsamkeit und Lebensfreude, das eigene Leben, auf die eigene Art und Weise, glücklich, authentisch und entschleunigt zu gestalten. Auch hier kann schnell der Eindruck entstehen, dass man nur anfangen müsste, spirituell zu sein und schon hätte man keine Probleme mehr.

Das ist natürlich nicht so. Um den Alltag zu entschleunigen, das heißt: bewusster, achtsamer, entspannter, sorgloser, stressfreier, selbstbestimmter und glücklicher leben zu können, muss man einen Prozess durchleben. Niemand wird von heute auf morgen sein Leben komplett verändern und entschleunigen können sowie nur noch nach eigenen Vorstellungen handeln. Sich für die spirituelle – oder mit anderen Worten – für die seelisch-geistige Wahrnehmung zu öffnen, ist dabei jedoch sehr hilfreich, wenn nicht sogar unerlässlich.

Der Prozess der Veränderung beginnt mit einem kleinen, ersten Schritt. Dem Schritt, bei dem man die Entscheidung trifft: „So geht es nicht weiter! Ich will und werde mein Leben verändern! – Irgendwann und irgendwie!“

Mit dieser Entscheidung – die zugegebenermaßen noch sehr unpräzise ist – hat man den Grundstein dafür gelegt, dass sich überhaupt etwas verändern kann.

Viele Menschen lassen sich jedoch nicht auf diesen allerersten, alles entscheidenden Schritt ein! Sie wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, etwas zu verändern. Sie sind davon überzeugt, sowieso nicht in der Lage zu sein, etwas verändern zu können. Denn schließlich sei ihr Leben ja so wie es ist. Die Miete, das Auto, der Urlaub, die Möbel und Sonstiges müssen noch abbezahlt werden. Letztlich müsse das Geld weiterhin verdient werden, denn wie sollte das sonst alles gehen? Und überhaupt müsse man dafür sorgen, dass man später einmal Rente bekommt, denn im Alter wolle man auch noch leben! Andere, die mehr Geld verdienten, hätten es einfacher. Es wird gar nicht als Möglichkeit in Erwägung gezogen, sich einmal eine Auszeit zu nehmen oder auch nur weniger zu arbeiten.

Es ist sicher richtig, dass jemand, der über einen gewissen finanziellen Hintergrund verfügt, leichter dafür sorgen kann, dass sich sein Leben verändert. Jedoch habe ich selbst mein Leben lang hart gearbeitet und meist nur wenig verdient. Zum Sparen blieb kaum etwas übrig! Ich gehörte auch zu den Menschen, die in ihrem Leben überlastet waren, aber ich konnte über viele Jahre hinweg einfach nichts verändern. Aus genau denselben Gründen, wie oben erwähnt.

Erst ein gesundheitlicher Zusammenbruch sorgte dafür, dass ich alles aufgeben und mich der Arbeitslosigkeit stellen musste. Und siehe da, auch ohne finanziellen Rückhalt, ging das Leben weiter. Meine Absicht, nicht wieder in mein altes Leben, voller Stress und Verpflichtungen zurückzukehren, war mein persönlicher, allererster Schritt. Erst durch diese bewusste Entscheidung, die ich bereit war, mit allen erforderlichen Konsequenzen zu verteidigen, kam der Prozess der Veränderung in Gang.

Obwohl ich nie vorhatte ein Buch zu schreiben oder etwas Ähnliches zu tun, veröffentlichte ich Ende 2010 mein Buch mit spirituellem Zubehör „Spirituell auf deine Weise – Chancen und Möglichkeiten begegnen dir“! Eine neue berufliche Perspektive eröffnete sich mir!

Warum hatte ich mir nie zuvor vorgestellt, so etwas zu tun? Wahrscheinlich, weil ich als gelernter Gärtner und Bürokaufmann davon überzeugt war, zu so etwas gar nicht in der Lage zu sein! Mittlerweile wird mein 3-teiliges Set sogar von Psychotherapeuten und Heilpraktikern empfohlen und viele Leserinnen und Leser schreiben mir, wie sehr sie mein Buch motiviert.

Meine Empfehlung an Sie: Glauben Sie daran, dass es Ihnen möglich ist, Ihr Leben verändern zu können! Auch, wenn Sie momentan noch gar nicht wissen, wie Sie das schaffen können. Die klare Überzeugung, es irgendwann zu schaffen, ist ein erster Schritt. Ein Schritt, ohne den sich, aller Wahrscheinlichkeit nach, nichts verändern wird. Nach diesem ersten Schritt, können Sie sich auf den Weg machen. Jede Veränderung zieht weitere Veränderungen nach sich! Weitere Schritte werden folgen!

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ENTSCHLEUNIGUNG DES ALLTAGS – STRESS UND HEKTIK ADE
Erschienen im BLOG „Lebe das Leben“ von Ralf Hillmann


RALF HILLMANN – SPIRITUELL AUF DEINE WEISE
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6 Comments

  1. Angela

     /  20. Oktober 2015

    es gibt hier noch eine weitere Variante, die man sagen kann: der erste Schritt, daß man etwas ändern will, ist schon ok. Aber dann den inneren Schweinehund zu überwinden ist das nächste. Man ist oft müde und schwach und dann sich aufraffen ist schon eine Kunst. Auch wenn man im Geiste sich immer wieder sagt, ich ändere jetzt etwas. Aufraffen ist noch schwieriger.

  2. Norman

     /  14. April 2015

    Ich genieße es die Beiträge auf diesen Blog zu lesen. Vor allem, weil sie mich daran erinnern das Hektik und Stress ein kontrollierbarer Faktor sind und wir nicht nur auf die Gelegenheiten der Außenwelt angewiesen sind. Das „Entschleunigungs“ Konzept hat großen Einfluss in meinem Leben und erlaubt mir besser durch den Alltag zu kommen.

    Gruß aus Würzburg.

  3. Heike S.

     /  4. März 2013

    Lieber Ralf,
    ich hätte das sicherlich durchgezogen, ich bin eigentlich kein Mensch, der so schnell aufgibt. Die Pflege war im ambulanten Bereich auch oft schwer. Aber wenn mich ein Mensch, wenn ich nach einer Woche Maschinenausbildung dann die ersten paar Mal auf seinem Acker Schlepper fahren soll und vergesse, beim Wenden das Handgas rauszunehmen vor lauter Aufregung, weil er daneben stand, anbrüllt wie ein Stück Vieh, dass es 100m weiter im Laden die Kunden hören, dann hört es halt auf.
    Außerdem – 10 Stunden und mehr schuften ohne Pausen, essen und trinken und gesagt bekommen, dass wir selbst Schuld sind, weil wir nicht zügig genug arbeiten, ständig nacharbeiten müssen und ohne Hirn auf Arbeit gekommen sind – das sind dann Gründe, auszusteigen.
    Es gibt sicher in diesem Bereich auch liebevollere Ausbilder.
    Sprechen wir von was Schönerem…

    Danke für Deine guten Wünsche. 😀

    Liebe Grüße
    Heike

    • Liebe Heike,

      und auch das kommt mir alles sehr bekannt vor 🙂

      Es mag sein, dass es auch liebevollerer Ausbilder gibt. Wenn ich mich an die Zeit damals zurückerinnere und auch an die Geschichten denke, die mir die Leute in der Berufsschule erzählten, dann sind das glaube ich – zumindest in dem Bereich – nicht so sehr viele. Aber du hast recht, warum auch noch jetzt darüber reden und sich die Laune verderben? Da ist es sicher besser, sich den schöneren Dingen zuzuwenden. Wer weiß auch, warum die Chefs so sind oder waren?! Sie hatten sicher ihre eigenen schwerwiegenden Ängste und Probleme und haben diese an ihren „Untergebenen“ ausgelassen. Wenigstens wissen wir beide jetzt dadurch, dass wir solchen oder ähnlichen respektlosen Umgang nicht mehr mitmachen würden 🙂

      Herzliche Grüße und wiedermal danke für den Kommentar.

      Ralf

  4. Heike S.

     /  4. März 2013

    Ja, lieber Ralf,

    auch ich habe mich – gezwungenermaßen – herausgenommen aus dem Sprint des Lebens. Nachdem ich meinem vor 14 Jahren durch Umschulung erlernten Altenpfleger-Beruf in Sachsen eigenhändig gekündigt habe, weil ich die Minutentakt-Pflege und das an dieser Sparte sich fettverdienende Pharmakartell keinesfalls mehr unterstützen wollte, habe ich mir im bayrischen Voralpenland eine neue Ausbildung gesucht – zur Bio-Gemüsegärtnerin. Meine Gedanken waren, im Einklang mit der Natur zur inneren Ruhe zu kommen. Was ich erlebte, war ein Ausbilder, der alles bisher Erlebte noch in den Schatten stellte und meine mühsam errungene Ruhe mit jedem zweiten seiner Worte schmerzhaft zerstörte. Das Ganze gipfelte in meinem Ausbildungsabbruch und mit seinem Lockangebot, in seinem großen und ach so wunderbaren Biomarkt weiterzuarbeiten, mit recht gutem Lohn und der Bauchpinselei, dass er genau mich für diesen Job brauchen würde mit meiner Ruhe, die ich dort reinbringe. Nach drei Monaten, als die Hochsaison am abklingen war, warf er mir plötzlich zwei Wochen vor Ablauf der Probezeit die Kündigung hin und die Worte an den Kopf, dass er alles schon so oft gesagt hätte und dass ich ja gewusst hätte, dass er jeden, der nicht so arbeitet, wie er es wünscht, entlassen würde. Keine weitere Begründung für seinen Entschluss. Ist während der Probezeit nicht erforderlich.
    Da stand ich nun, ich armer Tor und war so klug als wie zuvor… :/
    Das war der Moment des Zusammenbruchs meiner mühsam aufrechterhaltenen Fassung eines anderthalben Jahres. Meine einzige Devise: Nie wieder lernen und nie wieder Untertan sein!
    Es folgte die sofortige Rückkehr in die Heimat und ein viermonatiger BurnOut, der sich gewaschen hatte. Jetzt habe ich mich so langsam wieder hochgerappelt bis auf wenige Zipperleinchen. Die ganze Zeit trug ich den Gedanken einer Existenzgründung mit einem kleinen Laden mit lauter selbstgemachten Dingen in meinen Träumen herum. Mein Berater beim Arbeitsamt machte mir aber dafür erstmal recht wenig Hoffnung. Klar, man will ja weiterhin brave Untertanen der geldgierigen Wirtschaft züchten.
    Da ich aber meine Wünsche und Träume recht weit gespannt und nach allen Seiten offen gelassen hatte, fand ich vor wenigen Tagen ein recht exklusives Umschulungsangebot im Internet – zum Zahntechniker – wahrscheinlich stressarm und körperfreundlich. Es hat mich sofort fasziniert und in wenigen Tagen habe ich bereits eine Zahnlaborbesichtigung und einen Eignungstest im Schulungszentrum. Soviel zu „nie mehr lernen“! 😀
    Ich bin wieder über Wasser und im Leben angekommen und ich freu mich auf das, was kommt oder vielleicht schon da ist.
    Ich lebe das Leben!

    *Romanmodus aus*

    Freudige Grüße
    Heike

    • Hallo Heike,

      man, du kannst ja ein Buch schreiben. Im Grunde erinnert mich deine Geschichte sehr an meine eigene. Die habe ich im Buch „Spirituell auf deine Weise“ aufgegriffen und verarbeitet. Schade, dass wir uns nicht schon früher gekannt haben, denn dann hätte ich dir – bevor du die Gärtnerausbildung angefangen hättest – schon gleich sagen können, dass das der reinste Stress und Affenzirkus wird. Ich habe vor 30 Jahre Staudengärtner gelernt. Ich bin froh, dass das lange her ist. War ein Knochenjob und es gab auch einen Chef, der die Leute pausenlos zum Arbeiten antrieb. Und am Monatsende gab es 310 Mark auf die Hand 🙂 Überleg mal, das wären heutzutage nicht einmal 160 Euro.

      Für deine Ausbildung zur Zahntechnikerin wünsche ich dir von Herzen alles Gute.

      Herzliche Grüße – Ralf