WAS IST EIN BURNOUT SYNDROM?

WAS IST EIN BURNOUT SYNDROM?

Burnout ist eine starke geistige, körperliche und seelische Erschöpfung. Im Grunde ist es eine tiefgreifende Depression. Ich habe das am eigenen Leib erfahren und kann bestätigen, was man im Allgemeinen über Burnout lesen kann.

Besonders häufig betroffen sind Menschen die einen sozialen Beruf ausüben, oder die einfach sehr sozial eingestellt sind. Personen, die sich berufen fühlen, für andere da zu sein und anderen zu helfen. Oft bekommen diese Menschen zu wenig Anerkennung für ihre Hilfestellung. Es kommt einfach zu wenig zurück. Das Burnout schleicht sich langsam an. Es kann Jahre dauern, bis irgendwann gar nichts mehr geht und der totale Zusammenbruch ausgelöst wird. Auf einmal fehlt die Kraft zum Leben. Die Bereitschaft weiterhin etwas zu leisten mag sogar noch vorhanden sein, aber Körper und Geist versagen irgendwann auf ganzer Linie.

Anfangs mag es noch so sein, dass man nur das Gefühl hat, zu wenig Zeit für sich übrig zu haben, denn die Anforderungen an den Alltag fordern alle Aufmerksamkeit. Man macht trotzdem immer weiter, versucht irgendwie an den Punkt zu kommen, an dem man wieder alles in Ordnung gebracht hat und wieder den Durchblick bekommt. Aber wie sehr man sich auch anstrengen mag, man kommt nie an dem Punkt an, an dem man mal verschnaufen könnte. Man kommt sich vor wie in einem Hamsterrad und merkt erst viel zu spät, dass man mit der Lebenssituation unzufrieden ist.

Langsam brennt sich das Burnout immer weiter in den Körper und die Seele ein. Kaum auszuhaltende Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Ärger, Frust, Schlafprobleme und Erschöpfungszustände sind die Regel. Später kommen noch Aggressionen und das Gefühl hilflos zu sein und nichts mehr regeln zu können hinzu. Immer tiefer rutscht man in die Depression und am Ende geht einfach gar nichts mehr.

Der Punkt an dem gar nichts mehr ging, war auch bei mir eines Tages erreicht. Heute kann ich dazu nur sagen: „Gott sei Dank.“ Denn das war für mich der Wendepunkt. Die Prioritäten in meinem Leben verschoben sich. Körperliche Beschwerden, seelische Not und emotionaler Schmerz – so wurde mir klar – machen darauf aufmerksam, dass man sich selbst nicht wirklich liebt.  Plötzlich wollte ich mich befreien, mich auf etwas Neues einlassen und endlich anfangen zu leben. So ließ ich los und fing an meinen Wünschen, Bedürfnissen, Interessen und Talenten Aufmerksamkeit zu schenken. Mein Befinden besserte sich von Tag zu Tag und nach einem REHA-Aufenthalt wurde ich schließlich wieder gesund.

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WAS IST EIN BURNOUT SYNDROM?
Erschienen im BLOG “Lebe das Leben” von Ralf Hillmann


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11 Comments

  1. bei mir hat sich das Burnout eingestellt über die Jahre, da ich mich auch im sozialen Bereich sehr engagiert habe. Hinzu kam dann noch ein stressiger Callcenterjob, wo niemand Rücksicht auf irgendwas oder irgendjemanden genommen hat. Das hat dazu geführt, dass ich auf der Fahrt zur Arbeit ein Blackout bekam und in einen schweren Autounfall verwickelt wurde. Das war für mich Anlass mein Leben zu ändern.

    • Vielen Dank für deine Zeilen. So haben viele, von uns, die irgendwann ihr Leben veränderten, etwas Ähnliches erlebt. Vielleicht wäre es ohne diese Erlebnisse nie zu einer Veränderung gekommen und so bin ich heute froh, dass ich irgendwann im Burnout gelandet bin. Es war ein Wendepunkt, der für mich wichtig war und den ich anders vielleicht nie erreicht hätte.

      Herzliche Grüße – Ralf

  2. Emma

     /  2. Juli 2014

    Lieber Ralf Hillmann, Du schreibst: “So ließ ich los und fing an meinen Wünschen, Bedürfnissen, Interessen und Talenten Aufmerksamkeit zu schenken. Mein Befinden besserte sich von Tag zu Tag und nach einem REHA-Aufenthalt wurde ich schließlich wieder gesund.”
    Wie Du es geschafft hast loszulassen, schreibst Du leider nicht. Genau hier liegt bei mir das Problem.

    • Hallo Emma,

      ja, wie ließ ich los? Hm, ich würde sagen, es war für mich so, als würde ich alles, an was ich hing und was bis dahin mein Leben bestimmte und ausmachte, verabschieden. Ich war bereit alles aufzugeben und ich war bereit dazu, das anzunehmen, was kommen würde. Egal, ob ich vor die Hunde gehen würde, sterben würde, oder gesundwerden würde, es war mir alles recht. Es spielte keine Rolle mehr. Solange ich mir immer wieder Sorgen um alles Mögliche machte, hielt ich an dem fest, was mich zwar ernährte, aber immer kränker werden lies und mich unglücklich machte. Ich war an einem Punkt, an dem ich nichts mehr zu verlieren hatte, das mir wichtig war. Mir war alles zu viel. Ich war bereit loszulassen, egal, wie sich mein weiterer Weg gestalten sollte. Alles schien mir besser, als das, was ich bisher hatte. Ja, ich war bereit auf meine Sicherheiten zu verzichten. Sicherheiten, die mich nur dazu brachten, in meinem Hamsterrad weiterzustrampeln. Ja, ich würde sagen, ich war bereit für die Unsicherheit. Zeit meines Lebens hatte ich davor Angst, arbeitslos zu werden. Kein Geld mehr zu haben und unter der Brücke zu enden. Ich war nun bereit, arbeitslos zu sein. Dann sollten die Leute halt mit dem Finger auf mich zeigen. Dann lief ich halt für eine Zeit lang in immer den selben Klamotten rum. Dann hätte ich halt eine Zeit lang nicht genug zu essen gehabt. Wenn ich genauer hineinfühlte, schien mir das sogar alles aufregender und spannender zu sein, als das Leben, das ich bis dahin hatte. Ja, ich bekam eine Ahnung davon, welche Vielzahl an Chancen und Möglichkeiten es geben müsste, wenn man sich nur einmal Zeit nehmen könnte, um zu sich zu finden. Ich brauchte eine Veränderung, denn ich konnte nicht mehr so weiter machen. Ich war dann ein paar Monate noch krankgeschrieben. War dann einige Monate arbeitslos und musste jeden Cent zwanzigmal rumdrehen, bevor ich ihn ausgeben konnte. Die Zeit tat mir gut, denn ich merkte, dass ich auch viel Geld für allen möglichen Kram ausgegeben hatte. Das meiste, auf das ich verzichten musste, brauchte ich gar nicht wirklich. Es fiel kaum auf, dass ich mir diese Dinge nicht mehr leisten konnte. Das Wichtigste war mir meine Gesundheit. Ich gab mein Geld für gute Nahrungsmittel aus und sonst für fast nichts, was nicht unbedingt sein musste. Wenn meine Freunde essen gingen oder ins Kino, sagte ich, dass ich kein Geld hätte. Das fand ich erstaunlicherweise gar nicht schwer, das zuzugeben. Insgeheim habe ich schnell gemerkt, wie mich viele meine Freunde und Bekannten um meine Ungeniertheit und Freiheit beneideten. Erstrecht, als ich anfing Bücher zu schreiben und die sich sogar sehr gut am Markt platzierten.

      Das klingt natürlich hochtrabend und wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, kann ich auch nicht sagen, dass es mir immer gelang, ohne Sorge zu sein, und ohne das Bedürfnis nach Sicherheit zu verspüren. Und letztlich konnte ich meinen positiven Weg auch nun bereits schon so viele Jahre weitergehen, weil sich vieles in meinem Leben positiv entwickelt hat. Wenn das, was mir alles gelungen ist, schief gegangen wäre, glaube ich nicht, dass ich den Zustand der Sorglosigkeit und Unbeschwertheit permanent hätte aufrechterhalten können. Auch in meinem Leben geht es auf und ab. Aber ich konnte in den letzten Jahren ein Vertrauen entwickeln, ein Vertrauen in mich und meine Möglichkeiten und auch ein Vertrauen in das Leben. Ich glaube, wenn man im Vertrauen ist, ist man bereit, loszulassen. Es dem Leben zu überlassen, wie es weitergeht.

      Vielleicht kannst du ein wenig nachvollziehen, was ich meine.

      Herzliche Grüße und danke für den Kommentar – Ralf

  3. Katrin

     /  25. Juli 2013

    Lieber Ralf,

    herzlichen Dank für diesen Blog. Dein Text liest sich, als wäre er von mir geschrieben! Ich hab in der langen Zeit der Erschöpfungsphase oft im Internet und in Buchhandlungen nach Aussagen gesucht, die auch auf mein Leben zutreffen. Unter dem Begriff “Erschöpfungsdepression” oder “Bournout” habe ich nichts für mich wirklich zutreffendes gefunden. So oft habe ich meinen Mitmenschen in Worten versucht zu erklären, wie es mir geht und was sich ändert, oder verändert hat. Viele haben versucht mich zu verstehen, waren auch an meiner Seite, aber konnten es trotzdem nicht richtig fassen.
    Seit es mir besser geht, spiele ich ebenfalls mit dem Gedanken ein Buch zu schreiben. Aber vermutlich reicht es mir, wenn ich dein Buch lese.
    Ich freue mich sehr auf dein Buch, welches ich soeben bestellt habe.

    Herzliche Grüsse
    Katrin

    • Liebe Katrin,

      herzlichen Dank für deine Zeilen. Ja, das geht wohl vielen so, dass sie sich in meinem Buch wiederfinden. Kein Wunder, wenn man sich die Arbeitsbedingungen mal anschaut, die heutzutage gang und gäbe sind. Wenn du tatsächlich ein Buch schreiben möchtest, kannst du mich gerne diesbezüglich ansprechen. Ich habe ja nun mittlerweile einige Erfahrung mit der Veröffentlichung eines Buches sammeln können. Gerne berichte ich dir davon. Vielen Dank auch für die Bestellung, auf die ich gleich noch separat antworten werde :-)

      Herzliche Grüße – Ralf

  4. Gitta

     /  16. Mai 2013

    Hallo Ralf,
    ….es freut mich, Dich wieder gefunden zu haben :)
    Dein Buch hat mir sehr geholfen! Ich bin froh, dass nun auch so viele andere Bücher von dir erhältlich sind. Mach weiter so! Alles Liebe und Gute.
    Lg Gitta

    • Hallo Gitta,

      vielen Dank für deine Nachricht. Ich kann mich an dich erinnern. Ich hoffe, es geht dir heute besser als damals. Ist ja schon mindestens zwei Jahre her und ich erinnere mich, dass bei dir alles nach einer größeren – zumindest anstehenden – Veränderung aussah.

      Alles Gute für dich – Ralf

  5. helga

     /  27. August 2012

    hallo das mit dem burn-out kann ich nur bestätigen. mir ging es fast genau so! habe auch jahrelang von allen anderen die probleme zu meinen gemacht und mein leben ganz nach hinten gestellt! dazu kamen noch grosse private probleme! und heute 15 monate danach bereue ich den neuanfang nicht obwohl es am anfang wirklich schwierig war. eine tür hab ich geschlossen aber dafür haben sich viele andere geöffnet!!!!
    liebe grüsse helga
    p.s. und ich werde unbedingt ihr buch besorgen!

    • Hallo Helga,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Es freut mich, dass du den Neuanfang gewagt hast und den Weg auch konsequent weitergegangen bist. Ja, das war bei mir auch so, zuerst war es alles neu, ungewohnt und durchaus auch schwierig. Aber wie du schon sagst: “Eine Tür geht zu und dafür gehen viele anderen auf”. Man kann entweder immer so weitermachen wie gewohnt und es ändert sich nichts. Oder man verändert etwas und viele weitere Veränderungen folgen noch hinterher.

      Das Buch gibt es übrigens nur bei mir persönlich. Das lässt sich wegen dem dazugehörenden Eichenholzsymbol nicht anders machen. Das muss nämlich frisch präpariert werden, kurz bevor es der Kunde von mir bekommt. Würde man es vorpräpariert in jedem Buchladen erhalten können, ging der spirituelle Gedanke, den ich mit dem Set transportieren möchte verloren :-)

      Herzliche Grüße – Ralf

  1. BURNOUT SYNDROM – und mögliche Lösungen :

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